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IBM wirft MS Office raus und steigt auf OpenOffice um

IBM verschärft den Kampf um die Büroarbeitsplätze der Zukunft und geht dabei den Konkurrenten Microsoft an: Die Mitarbeiter des US-Computerkonzerns müssen auf die hauseigene Bürolösung umsteigen. Die Propagandisten freier Software hoffen auf eine Signalwirkung.

IBM hat seine 360.000 Mitarbeiter weltweit aufgefordert, von der Bürosoftware Microsoft Office auf die hauseigene Software Lotus Symphony umzusteigen. Bislang arbeiteten die IBM-Beschäftigten mit dem Microsoft-Programmpaket, obwohl IBM selbst seinen Kunden häufig Lotus Symphony empfiehlt.

Noch ist Microsoft mit Office die dominierende Kraft bei Bürosoftware. Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Microsofts Sparte Businessprogramme - größtes Einzelsegment ist Office - rund 19 Milliarden US-Dollar um. Damit bringt sie mehr Umsatz als das Betriebssystem Windows. Der Weltmarktanteil von Office liegt bei fast 90 Prozent. Office ist auch die meistgenutzte Büroanwendung auf Macs. Spieler wie IBM oder Google wollen auf diesem lukrativen Markt angreifen.

Microsoft Office wird bei IBM nach Informationen aus dem Unternehmen nur noch nach Genehmigung installiert. Symphony 1.3 muss binnen zehn Werktagen auf allen Rechnern installiert sein, lautet eine interne Anweisung von Ende August 2009. Bis Jahresende sollen IBM-Dokumente im freien Opendocument-Format statt mit Microsoft-Formaten wie ".doc" erstellt werden.

Ein IBM-Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass bis heute 330.000 Mitarbeiter Symphony installiert hätten. Ansonsten gebe IBM zu "Vertragsbeziehungen mit Lieferanten" keine Auskünfte. Es gehe nicht darum, Lizenzzahlungen an Microsoft einzusparen. Vielmehr wolle IBM sicherstellen, dass in Zukunft alle Informationen auf allen IT-Plattformen und im Internet verfügbar seien. Dafür nutze IBM offene Formate und Open-Source-Software. Lotus Symphony basiert auf dem freien Programm OpenOffice.org.



[PrimusQuack, 13.09.2009]


 


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